Elektrische Montagepressen

Die außerordentliche Anpassungsfähigkeit der elektrischen Montagepresse KB TECH ermöglicht eine Vielzahl von Anwendungen in allen Tätigkeitsbereichen. Die Daten werden nicht nur gespeichert sondern auch für den ganzen Zyklus analysiert, um die Montagequalität zu kontrollieren.

Robot_puzzle_4

Die Vorteile von größtmöglicher Anpassungsfähigkeit

Die mechanischen Antriebselemente wurden sorgfältig ausgewählt, um das Spiel zwischen Antrieb und Werkzeug beim Betrieb auf ein Minimum zu reduzieren.

Die Presse ist serienmäßig mit einem Kraftsensor ausgerüstet, der sich so dicht wie möglich am Werkzeug befindet. Dies ermöglicht Kraftmessung in Echtzeit sowie die Erfassung anormaler Kollisionen oder Friktionen, sowohl beim Druck als auch beim Zug.

Auf dem Touchscreen kann man bequem durch Einstellung von Geschwindigkeit, Position und Kraft den Prozessablauf optimieren. Dieser Modus ist durch ein Passwort geschützt, damit der Zugang dem Wartungspersonal vorbehalten bleibt.

Die Qualität im Zentrum des Prozesses

Die Erfassungsketten sind so dimensioniert, dass sie eine besonders wirklichkeitsgetreue Charakterisierung des Pressvorgangs ermöglichen, mit einem Kraftwert alle Hundertstel Millimeter. Die Daten werden im Gerät gespeichert und auf dem Display in Form einer Grafik der Kraft (N) als Funktion der Position (mm) ausgegeben.

Die Daten werden nicht nur gespeichert sondern auch für den ganzen Zyklus analysiert, um die Montagequalität zu kontrollieren. Dafür wurden Presskriterien parametriert, um die Kraftkurve (N) und die damit verbundene mathematische Ableitung (N/mm) einzugrenzen. Um die den zusammenzufügenden Komponenten innewohnenden Höhentoleranzen auszugleichen, ist es möglich, die Bedingungen für das Ende des Pressvorgangs und die Analysebedingungen durch Parametrierung eines Auslösepunktes (Trigger) zu parametrieren. Dieser entspricht der beginnenden Kraftzunahme.

100% Rückverfolgbarkeit

Die Konzeption der elektrischen Montagepresse KB TECH beruht auf dem Einsatz einer erweiterbaren modularen API-Schnittstelle – dadurch erweist sich die Presse als besonders ausbaufähig. Sie verfügt serienmäßig über 2 freie Ethernet-Anschlüsse und einen USB-Anschluss an der Gerätefront, so dass sie beispielsweise auch eine serielle Schnittstelle, eine Profibus-Linie oder zusätzliche Eingänge/ Ausgänge aufnehmen kann. Dadurch erweist sie sich als ideal geeignet für die Einbindung in Rückverfolgungssysteme aller Art.

  • USB-Anschluss an der Gerätefront : er ermöglicht das Auslesen aller Pressendaten per USB-Stick. Die Daten werden in Form von CSV-Dateien exportiert.
  • Ethernetanschlüsse (2x) : sie ermöglichen zum Beispiel den Anschluss einer Programmierkonsole und die Einrichtung einer Schnittstelle mit dem Werks-Netzwerk. Auch Fernwartungsmaßnahmen sind für die Ausrüstung möglich.
  • Barcode-Lesegerät : zur sicheren Identifizierung eines Produkts oder eines Komponenten-Loses kann ein mobiler oder fester Barcodeleser mit der Presse verbunden werden.
  • Sichtprüfung : falls eine Kontrolle des Pressenprodukts notwendig ist, kann ein Sensor oder ein AOI-System direkt im Pressenkäfig installiert werden.

Optimale Benutzerfreundlichkeit für optimale Produktivität

Die einzigartige Konzeption der elektrischen Montagepresse KB TECH stellt den Menschen in den Mittelpunkt des Prozesses. Der leichte Zugang, die Benutzerfreundlichkeit und die Sicherheit wurden ganz besonders berücksichtigt, und das Gerät ist angenehm zu benutzen und leistungsfähig.

Zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen bei der Bestückung und zur Optimierung der Sicherheitsbedingungen für den Bediener erfolgt das Einsetzen der Komponenten auf einem Einschub außerhalb der Pressenzone. Mit einem pneumatischen Antrieb mit niedrigem Pneumatikdruck wird der Einschub in Bewegung gesetzt, für einen schnellen Komponententransfer bei gleichzeitiger Vermeidung des Risikos von Quetschungen.

Der Zyklusstart wird durch ein kurzes Überfahren einer Sensortaste mit der Hand ausgelöst. Die Sensortaste befindet sich an der Pressenfront ganz in der Nähe der Bestückungszone. Es ist kein kräftiges Drücken der Taste erforderlich, ein flüchtiges Streifen reicht aus.
Während des Pressvorgangs hat der Bediener die Hände frei und kann so Arbeiten ohne zusätzlichen Zeitverbrauch vornehmen. .

Er befindet sich an der Gerätefront und liefert dem Bediener wesentliche Informationen zum ordnungsgemäßen Ablauf der Pressenzyklen: Zustand des Geräts, Produktionsnummer, Zyklus OK oder NOK, Vorschau der Kraft-/ Weg-Kurve usw. Besondere Ansichten zur Parametrierung und zur Diagnose ermöglichen dem Wartungspersonal die Konfigurierung des Profils des Pressenvorgangs, und sie erhalten Hilfe bei der Lösung von Störungen und Pannen. Der Bildschirm basiert auf Microsoft Windows CE und ermöglicht es zum Beispiel dem Benutzer, USB-Peripheriegeräte wie USB-Sticks oder eine Tastatur anzuschließen oder den Explorer des Betriebssystems zu verwenden.

Einfach und wirksam

Der Einschub und der obere Werkzeugträger verfügen über mechanische Anschlussflächen für den bequemen, werkzeuglosen Werkzeugwechsel. Wenn es für Anwendungen benötigt wird, kann der Einschub die elektrischen und pneumatischen Verteiler aufnehmen, so dass das untere Werkzeug mit Antrieben bzw. Sonden versehen werden kann. Auf diese Weise ist es zum Beispiel möglich, vor dem Zyklusstart das Vorhandensein der Komponenten zu prüfen oder diese mit Kolben festzuhalten.

Eine mechanische Fehlervermeidung verhindert das falsche Einsetzen des Werkzeugs, und es erfolgt eine Prüfung der Übereinstimmung von oberem und unterem Werkzeug (Poka Yoke). Mit dieser Identifizierung kann die elektrische Montagepresse außerdem automatisch das geeignete Pressenprogramm auswählen, ohne dass es irgendeines Eingriffs am Touchscreen bedarf.

Anwendungsbeispiele

  • Erreichen einer Endposition

    Das Werkzeug fährt bis zu einer festgelegten Position herunter. Dabei kann es sich um eine absolute oder eine relative Position handeln, um die Höhentoleranzen der Komponenten auszugleichen. Bei Einsatz hoher Kräfte ist es auch möglich, Verformungen an Presse und Produkt auszugleichen, um die Präzision der Positionierung zu erhöhen.

  • Erreichen einer Endkraft

    Die Presse fährt bis zur Erreichung einer vorprogrammierten Druckkraft herunter. Die Kraft kann bei Bedarf für eine bestimmte Dauer gehalten werden. Dieses Verfahrprofil ermöglicht auch ein präzises und schnelles Anhalten an einem Anschlag, um sicherzustellen, dass die zusammenzufügenden Teile ordnungsgemäß gegeneinandergedrückt werden.

  • Erreichen einer Verformung

    Die Fahrt der Presse wird gestoppt, wenn ein Verhältnis von Kraft/ Belastung erreicht wird, das der Steifigkeit der Komponenten entspricht. Die Wahl dieses Typs der Begrenzung kann erforderlich sein, um die Dichtheit bestimmter Arten pneumatischer oder hydraulischer Verschlüsse sicherzustellen.